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Fastenbeschreibung und Ablauf




Fasten - eine Erfindung der Natur

Eine der ältesten Heilungsmethoden der Menschheit dürfte der bewusste Verzicht auf Nahrung sein, das Fasten.
An sich ist es keine von Menschen erfundene Methode, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen. In Zeiten des Nahrungsüberflusses mag es so erscheinen, dass das Fasten etwas unnatürliches zwanghaftes sei. Es darf jedoch nicht vergessen werden, dass die Nahrungsfülle wie wir sie kennen gerade mal 60 oder 70 Jahre so ist. So eine Zeitspanne ist evolutionsbiologisch gesehen ein Klacks, ein Bruchteil einer Sekunde auf das menschliche Zeitempfinden umgerechnet. Für tausende von Menschengenerationen vor dem 20. Jahrhundert war der Verzicht auf Nahrung weniger eine Charakterstärkung oder Verjüngungskur als mehr normale Realität. So wundert es nicht, dass sich der Organismus im Laufe von tausenden von Jahren auf Nahrungskarenz einstellen konnte.


Ein natürlicher Zyklus

In der Natur verläuft alles in Zyklen: Tag und Nacht, Sommer und Winter, Zeiten mit großem Nahrungsangebot und Zeiten ohne Nahrungsangebot. Und in der Natur verläuft alles sinnvoll, nichts ist unnütz. In den Zeiten, in welchen der Körper dank reicher Nahrung aufbauen kann, werden Vorräte für schlechtere Zeiten angelegt. In den Zeiten ohne Nahrung schaltet der Organismus um auf Versorgung von innen; zusätzlich wird ein Hausputz durchgeführt, das Bindegewebe wird von Stoffwechelschlacken befreit, Unnützes wird ausgeschieden.
Aus diesem Blickwinkel betrachtet ist unsere jetzige Ernährungssituation eher unnatürlich. Um es noch weiter auf die Spitze zu treiben, essen wir nicht nur zu viel, sondern auch noch denaturierte Speisen mit allerhand chemischen Zusätzen. Zusätze, welche den Gaumen betrügen und die Esslust anfachen sollen (Geschmacksverstärker, ect.), sowie Substanzen, die im Produktionsprozess zugesetzt werden (Pflanzenschutzmittel, Insektizide, ect.). Da der Körper diese chemischen Substanzen weder kennt, noch weiß, wie er damit umgehen muss, bleibt es dem Zufall überlassen, ob diese ausgeschieden oder eingelagert wird. Leider werden oft genug solche Stoffe ins Bindegewebe eingelagert und schneiden die Körperzellen vom Nährstoffstrom ab. (siehe Säure-Basenhaushalt). Die Folge: die Leistungsfähigkeit sinkt, es entstehen die typischen Wohlstandskrankheiten Diabetes Typ 2, Gicht, Arthrose, Bluthochdruck, usw.


Ernährung und Gesundheit

Wer auf seine feine innere Stimme hört, der weiß intuitiv, dass Ernährung und Gesundheit eng zusammenhängen. Primaten verändern bei Krankheit ihre Ernährung und suchen sogar bestimmte Bäume mit heilkräftigen Blättern auf. Andere Tiere verzichten auch ganz auf Nahrung, wenn sie krank sind. Versuche an Ratten haben ergeben, dass diese bis zu 10% länger leben, wenn jeden 3 Tag eine Nahrungspause eingelegt wird. Auf den Menschen umgerechnet sind das immerhin 7-8 Jahre.


Entsäuern vor dem Fasten

Fasten ist also eine normale und sinnvolle Einrichtung der Natur, um dem Körper die Gelegenheit zur Befreiung von Schlacken und Schadstoffen zu geben. Wie kann nun in der Praxis aussehen? In den Fastenseminaren hat es sich bewährt, dass vor dem eigentlichen Fasten das Bindegewebe schon mal vorgereinigt wird durch eine 7-10 tägige basische Diät. Die meisten Menschen sind leider übersäuert, und das Ausscheiden der überschüssigen Säuren kann Fastenkrisen heraufbeschwören, die einem zusetzen können (siehe Säure-Basenhaushalt). Wohlgemerkt, nur wenn Schadstoffe aus dem Bindegewebe losgelöst werden und im Blut kreisen, kommt es zu Reaktionen wie Kopfschmerz, Gliederschmerz oder Mattigkeit. Die Lösung für dieses Problem kommt aus dem Pflanzenreich: mit Heilpflanzen werden die Ausscheidungsorgane soweit angeregt, dass Entgiftungskrisen kürzer und moderater werden. Sind sehr wenig Schadstoffe im Körper eingelagert, wird das Fasten zum erhebenden Erlebnis, welches treffend in dem Begriff „Fasteneuphorie“ beschrieben wird.
Wie geht's nun konkret?

Überblick über das Fastenseminar


Phase des Fastens

geeignet zum ...

wird erreicht durch...

Vorbereitungsphase


ca. 2 Wochen vorher, macht das Fasten leichter

Entpilzen,

Entsäuerung

Basische Diät , siehe Rezepte.
Eventuell Medikamente

(siehe Säure-Basen-Haushalt)

Vorfasten

2 Tage

Darmreinigen

Darmentlasten

Einläufe, Flohsamen, Heilerde, nur noch leichte Speisen essen.

Hektik und Streß ausklingen lassen, Genußmittel reduzieren.

Hauptfasten

4 Tage
kann auf bis zu 8 Tage verlängert werden

Entgiftungsorgane Leber, Niere, Haut unterstützen.

Fastenumfeld zur Erholung,

Darmflora aufbauen, “Ordnung ins Leben bringen”

Charakterschule, Schärfung der Intuition, Lebensgrundsätze überdenken

viel klares Wasser trinken, Pflanzenpreßsäfte, Kräutertee's, Leberwickel, Naturaufenthalte, Bewegung und Gymnastik, sich Ruhe geben und gönnen, autogenes Training, gute Literatur, Duschen, Sonnenbaden, “langsamer leben”


Fastenbrechen

 

Klassischerweise der Bio-Apfel,

Nachfasten

etwa die Dauer des Vorfastens, also 2 Tage

Aufbau der Darmflora

Langsamer Aufbau der Ernährung, nichts “nachholen” wollen !

Einstieg in eine gesündere Ernährung

Loslösung von Süchten

Spezielle Darmpräparate zur Symbioselenkung

Gemüse

Leinsamen ...



In dieser wertvollen Zeit des Fastens läuft die innere Uhr langsamer: man steht langsamer auf, die intellektuellen Denkstrukturen treten in den Hintergrund, man hat mehr Zeit, weil die tägliche Nahrungszubereitung wegfällt. Die Intuition schärft sich jedoch ungemein, die Sinne werden wach und wer die Zeit für spirituelle Übungen und Meditation nutzen möchte, wird in dieser Zeit besonders erfolgreich sein. Nicht umsonst war das Fasten in früheren Kulturen immer mit spirituellen Zielen verbunden. Man denke an die Visionssuche-Rituale der Indianer oder das biblische Fasten von Christus.


Der Mühe Lohn

Der Lohn der Mühe lässt sich sehen: verlorene Pfunde, die Haut wirkt durch das gereinigte Bindegewebe verjüngt, Körper und Geist sind von Leichtigkeit durchdrungen, und vor allem das aufbauende Gefühl, etwas Besonderes geschafft zu haben. Nach vielen Jahren eigener Fastenerfahrung und Anleitung von Fastengruppen kann gesagt werden, dass es vor allem in der Gruppe erst richtig schön ist!


Wer sollte nicht fasten?

Menschen die stark wirksame Medikamente aus der Schulmedizin nehmen, sollten Rücksprache mit mir nehmen. Ebenso Menschen mit zehrenden Krankheiten wie Krebs oder Tuberkulose.
Obwohl das Fasten ein natürlicher Vorgang und der Körper evolutionsbiologisch darauf eingestellt ist, können die Lebensumstände der Vorgeschichte ein Heilfasten erschweren, und manche Krankheiten und schulmedizinische Medikamente können es unmöglich machen. Im Zweifelsfall ist es immer besser, nachzufragen.

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