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GLOSSAR

 

Base: Lauge, chemischer Gegensatz zu einer Säure. Beide neutralisieren einander. Alkalische (basische) Lösungen haben einen größeren pH-Wert als 7.

Bindegewebe: Dient im Körper vorwiegend als Füllgewebe, indem es die Räume zwischen den Organen ausfüllt; es umgibt als Hüllsubstanz die Organe und durchsetzt diese als Gerüstgewebe. Seine gelartige Grundsubstanz ist auch für den Stoffaustausch zwischen Zelle und Blut sehr wichtig.

Darmflora: Im Darm von Tier und Mensch lebende Mikroorganismen, zu denen Bakterien und Pilze gehören, die wichtige Aufgaben für die Gesundheit erfüllen, z.B. die Abwehr von Krankheitserregern oder das Zersetzen unverdaulicher Ballaststoffe. Verschiedene Faktoren wie einseitige Ernährung, Infektionen oder Medikamente können die Darmflora empfindlich stören.

Denaturiert: Veränderungen von Lebensmitteln durch chemische oder mechanische Vorgänge bei deren Verarbeitung. Denaturierte Nahrungsmittel steigern in der Regel die Übersäuerung des menschlichen Organismus.

Eiweiße: Proteine - Sammelbezeichnung für natürliche Stoffe, deren Bausteine - ausschließlich oder überwiegend Aminosäuren sind; sie zählen zu den Grundnährstoffen. Sind mehr als 100 Aminosäuren verknüpft, spricht man von Eiweißen, die Bau, Funktion und Stoffwechsel aller lebenden Zellen und Gewebe bestimmen. Der Körperbestand an Eiweiß liegt beim Erwachsenen bei etwa 10 Kilogramm.

Fäulnis (im Darm): Zersetzung von unverdautem Nahrungseiweiß im Dickdarm durch Bakterien unter Bildung von zum Teil übel riechenden Spaltprodukten. Die häufig giftigen Stoffe werden in der Leber entgiftet.

Fette: Naturstoffverbindungen. Das Fett in Lebensmitteln besteht hauptsächlich aus Triglyceriden, die aus einem Glyzerinmolekül und drei Fettsäuren zusammengesetzt sind, und wird von allen Körperzellen u.a. zum Aufbau der Zellwände benötigt; außerdem ist es Hauptenergielieferant. Die empfohlene Tageszufuhr liegt bei etwa 80 bis 100 Gramm; allerdings liegt sie in den westlichen Industrienationen häufig sehr deutlich darüber, was z.B. das Risiko für Übergewicht und Herz-Kreislauf-Erkrankungen steigert.

Harnsäure: Stickstoffhaltige chemische Verbindung, die durch den normalen Zerfall von Zellen, aber auch beim Stoffwechsel der mit der Nahrung aufgenommenen Purine entsteht.. In der Regel wird sie mit dem Horn als Abfallprodukt ausgeschieden; ab einer bestimmten Konzentration kristallisiert sie allerdings aus, so dass sich Harnsteine bilden können.

Indikator: Stoff oder Flüssigkeit, durch deren Farbwechsel eine bestimmte chemische Reaktion angezeigt wird. Beispiel: Indikatorpapier zeigt die Stärke einer Säure oder Base an.

Kohlendioxid: Farb- und geruchloses, leicht in Wasser lösliches Gas, das u.a. bei der Atmung tierischer und menschlicher Organismen und bei der Verbrennung kohlenstoffhaltiger Substanzen entsteht.

Kohlenhydrate: Zu den Grundnährstoffen gehörende Substanzen, die aus Kohlenstoff, Wasserstoff und Sauerstoff bestehen und vor allem in pflanzlichen Lebensmitteln vorkommen. Dazu zählen u.a. alle Zucker und Stärkearten und fast alle Ballaststoffe. Kohlenhydrate sollten idealerweise 50 bis 60 Prozent der täglichen Energiezufuhr ausmachen.

Kohlensäure: Schwache, nur in wässriger Lösung vorkommende Säure, die beim Einleiten von Kohlendioxid in Wasser entsteht.

Lipide: Oberbegriff für Fette und fettähnliche Substanzen; alle sind wasserunlöslich.

Lunge: Schwammartiges Atmungsorgan, das hinter den Rippen im Brustraum des Menschen liegt, aus zwei Flügeln besteht und dem Gasaustausch zwischen Luft und Blut dient: Sauerstoff wird aufgenommen, Kohlendioxid wird abgegeben.

Milchsäure: Von Milchsäurebakterien aus Kohlenhydraten hergestellte Substanz, die im menschlichen Organismus beispielsweise im Darm entsteht, aber auch in milchsauer vergorenen Lebensmitteln (z.B. Sauermilch) und Gärungsgemüse (z.B. Sauerkraut).

Mineralstoffe: Anorganische Substanzen wie Calcium, Phosphor, Magnesium oder Kalium, die sowohl in pflanzlichen als auch in tierischen Lebensmitteln vorkommen und vom Organismus zum Aufbau körpereigener Stoffe (z.B. der Knochensubstanz) sowie für verschiedene Regulierungsfunktionen benötigt werden. Ein „Zuwenig" an Mineralstoffen kann Mangelkrankheiten auslösen, ein „Zuviel" zu Vergiftungserscheinungen führen.

Nieren: Die beiden Nieren eines Menschen liegen an der hinteren Körperwand, links und rechts neben der Wirbelsäule, sind bohnenförmig und etwa 10 x 5 cm groß. Sie sind Ausscheidungsorgane für harnhaltige Stoffe (z.B. Harnsäure), für überschüssige Elektrolyte (z.B. Salze, Säuren, Basen), Fremdstoffe und Wasser.

pH-Wert: (von lat. Potentia hydrogenii, Stärke des Wasserstoffs) Chemisches Maß für die Stärke einer Säure (pH-Wert zwischen 0 und 7) oder einer Base (pH-Wert zwischen 7 und 14).

Proteine: siehe Eiweiß

Puffersysterne: Schwankungen des Säure-Basen-Gleichgewichts sind nicht zu vermeiden und treten bei jedem Menschen ständig auf. Um den pH-Wert dennoch möglichst konstant zu halten, bedient sich der Körper verschiedener Puffer (z.B. Eiweiße, Phosphate, Bicarbonat, Hämoglobin), die überschüssige Säuren oder Basen abfangen (puffern). Im Blut hat der Bicarbonatpuffer einen Anteil von 53% und hat eine zentrale Rolle im Säure-Basen-Gleichgewicht. Werden die Puffer überfordert, kann es zu Acidose oder Alkalose kommen. An der Regenerierung der Puffer sind Leber und Nieren beteiligt.

Säure: Chemischer Gegensatz zur Base. Beide neutralisieren einander. Saure Lösungen sind ätzend und haben einen pH-Wert zwischen 0 und 7.

Vegetatives Nervensystem: Teil des Nervensystems, der die unwillkürlichen, also nicht beeinflussbaren und oft unbewussten Körperfunktionen steuert, z.B. Verdauung, Herzschlag, Atmung, Stoffwechsel, Funktion der Drüsen im Hormonsystem. Die beiden Vertreter des Vegetativen Nervensystems sind Sympathikus und Parasympathikus.

Verdauungssystem: Gesamtheit der Organe im Körper, die für die Verdauung zuständig sind, also Mund, Speiseröhre, Magen, Dünn- und Dickdarm, Mastdarm und Darmausgang. Weitere Organe, die an der Verdauung beteiligt sind, sind z.B. Leber, Bauchspeicheldrüse und Gallenblase.

Vitamine: Komplexe organische Verbindungen, die der Körper in kleinen Mengen für Wachstum, Regenerierung und Stoffwechsel benötigt. Sie sind wichtiger Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung.

Zelle (Körperzelle): Grundbaustein des menschlichen Körpers, kleinste selbstständig lebende funktionelle Einheit im Rahmen einer übergeordneten Struktur. In ihrem Grundmuster sind alle Zellen gleich; jeder Zelltyp ist allerdings darauf spezialisiert, eine besondere Aufgabe im Organismus zu übernehmen.

Zellstoffwechsel: Jede Körperzelle besitzt einen Stoffwechsel, über den aufgenommene Stoffe zu zelleigenen Verbindungen umgewandelt werden (zwecks Energiegewinnung oder Aufbau der Zelle). Entstehende Endprodukte werden an die Umgebung abgegeben.

 

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