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Schröpfkopfbehandlungen



Globulies Das Schröpfen ist mehr als 5000 Jahre alt. Auch wenn sich die Technik im Laufe dieser Zeit geändert hat, die Wirkung ist nach wie vor diesselbe. Schröpfen findet sich in der Medizin vieler Naturvölker und ebenso bei den ältesten Kulturvölkern, wie z.B. den Ägyptern oder Babyloniern. Auch Hippokrates ( 400 v.Ch.) kannte diese Methode.

Im Abendland haben bekannte Ärzte wie Head, MacKencie, Scheidt u.a. die Reflexzonen der Haut erforscht und nachgewiesen, dass durch die Behandlung der Hautoberfläche ein Organ in der Tiefe des Körpers erreicht werden kann. Beim Schröpfen werden keine Medikamente eingesetzt, sondern sogenannte Schröpfgläser auf die Haut aufgesetzt und in dem Schröpfglas ein Unterdruck erzeugt. Traditionell wird mit Feuer die Luft im Schröpfglas erhitzt, die sich dann beim Erkalten wieder zusammenzieht und damit den Unterdruck erzeugt. Die moderne Variante, welche ich auch anwende, ist das Erzeugen des Unterdrucks mittels einer Saugpumpe. Das hat den Vorteil, dass der erzeugte Unterdruck feiner justiert werden kann, dass keine Gefährdung durch das Feuer oder die Hitze ausgeht, und dass es einfach ist, den Unterdruck wieder herzustellen, wenn sich der Schröpfkopf ablösen sollte.

In meiner Praxis wende ich das ausschliesslich unblutige oder trockene Schröpfen an, d.h. die Haut, auf die der Schröpfkopf aufsetzt wird, bleibt unverletzt. Im Gegensatz zum sog. blutigen Schröpfen wird die Haut also nicht angeritzt. Beim blutigen Schröpfen kommt der Effekt des Aderlasses hinzu, was jedoch nach meiner Meinung die Blutegel besser und wirksamer machen können.

Die Methode - richtig angewendet - ist unschädlich und frei von Nebenwirkungen. Die Erfolge sind aber dennoch beeindruckend, oft reagiert der Körper innerhalb von kürzester Zeit auf diesen Reiz und es tritt eine spürbare Entspannung ein.

Die Wirkung des Schröpfens hat zwei Komponenten:

  • Einmal durch den mechanischen Reiz: wenn der Schröpfkopf angebracht wird, wird die Haut durch den Unterdruck etwas in den Schröpfkopf hineingesaugt. Die Haut wird dadurch leicht gedehnt, es "ziepelt" auch etwas und man spürt, wie der Schröpfkopf zupackt. Durch diesen Reiz wird die Reflexzone besser durchblutet, der Reiz setzt sich in die Tiefe hin zum gewünschten Organ fort.
    Die Schröpfgläser verbleiben für ca. 10 Minuten auf der Haut.

  • Durch die sogenannten "Extravasate": Im Gewebe tritt aus den Blutgefäßen etwas Gewebeflüssigkeit aus, und es entsteht ein kleines Hämatom, das wie ein "Knutschfleck" oder ein "Pferdekuß" aussieht. Dieser rundliche "Knutschfleck" durchläuft in den nächsten Tagen die Farben eines blauen Fleckes und nach ca. 7-10 Tagen ist die ursprüngliche Schönheit wieder hergestellt.

Typischerweise werden die Schröpfgläser auf den Rücken aufgesetzt, hier sind fast alle inneren Organe über die Reflexzonen zu erreichen. Um z.B. die Leber oder den Magen zu behandeln, können die Gläser auch auf den Oberbauch aufgesetzt werden. Besonders gute Ergebnisse konnte ich bei der Behandlung von Rückenbeschwerden beobachten, vor allem in Kombination mit der Akupunktur.

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