Logo

 


Die Vitamin C - Therapie

 

Vitamin C gehört zu den am besten untersuchten Substanzen unserer Zeit und ist, was den Bekanntheitsgrad angeht, längst kein "Neuling" mehr. Woraus entsteht in einer Zeit, in der man in fast jedem Supermarkt Vitamin C Tabletten erstehen kann, die Notwendigkeit, mit Vitamin C Infusionen zu therapieren ? Können selbst bei gesunder Ernährungsweise und äußerer Zufuhr Vitamin-C-Mangelerscheinungen auftreten?
Man weiss inzwischen, dass Obst und Gemüse heutzutage aufgrund intensiver Landwirtschaft oft deutlich weniger Vitamin C enthalten als früher. Und: die Menge an Vitamin C, welche dem Organismus über den Magen-Darmtrakt zugeführt werden kann, ist begrenzt .
 
In bestimmten Situationen wie z.B. bei
  • Erkältungskrankheiten
  • Erschöpfungszuständen
  • Ständigen Stress-Situationen
  • starker körperlicher Belastung z.B. Leistungssport, vor und nach Operationen
  • Rauchen mit Belastung der Herzkranzgefäße
  • Belastungen des Körpers durch Umweltgifte ect.
  • Einnahme bestimmter Medikamente usw.

oder auch wenn die Darmschleimhäute nicht optimal funktionieren und damit eine Aufnahme nur eingeschränkt möglich ist, kann der Vitamin-C-Bedarf viel höher sein, als oral (d.h. über Tabletten) überhaupt zugeführt werden kann . Um obige Fragen zu beantworten: aus therapeutischen Gründen kann sich eine Vitamin-C-Infusion empfehlen! Nach einer Infusion mit hoch dosiertem Vitamin C ist der Vitamin-C-Spiegel im Blut vorübergehend so hoch, dass auch Gewebe mit besonders hohem Bedarf (Weisse Blutkörperchen, Hirnanhangdrüse, Nebenniere, Augenlinse, Gehirn, ... siehe im nachfolgenden Text) ausreichend versorgt werden können.

 

Wieviel Vitamin C braucht der Mensch?

 

Tägliche Vitamin C Produktion bei Säugetieren

(in mg / kg Körpergewicht)

Tierart

kein Stress

starker Stress

Ziege

33

190

Schaf

25

(k.A.)

Ratte

39

199

Maus

34

275

Kaninchen

9

226

Katze

5

40

Hund

5

40

Mensch

0

0

Die optimale Menge Vitamin C, die gebraucht wird, um den Vitamin C Bedarf des Körpers vollständig zu decken, ist schwierig zu schätzen. Fast alle Tierarten sind im­stande, selbst Vitamin C herzustellen. Ausnahmen hiervon sind der Mensch, einige Affenarten, das Meerschweinchen und einige Vögel und Fische. Nebenstehende Tabelle zeigt, dass die Vitamin C Produktion eines Tieres stark schwanken kann. Eine Ziege produziert bei schwerem Stress oder Krankheit 6 mal so viel Vitamin C wie in unge­stresstem Zustand, ein Kaninchen sogar 25mal so viel. Wenn die Werte aus dieser Tabelle auf ein mittleres menschliches Körperge­wicht von 70 kg umge­rechnet wer­den, kommt man zu einer bestürzenden Schlussfolge­rung: Ein un­gestresster Er­wachsener müsste täglich 0,4 bis 3 g Vitamin C einnehmen, um den gleichen Vitamin C Status zu er­reichen wie unge­stresste Tiere. Bei Krankheit und schwerem Stress müsste ein Erwach­sener sogar 3 bis 17 g Vi­tamin C einneh­men, um den glei­chen körperlichen Vitamin C Status zu errei­chen wie ge­stresste oder kranke Tiere. Diese Menge könnte über den Darm pro Tag nicht aufgenommen werden.

Was sagen die offiziellen Einnahme-Empfehlungen? Seit 1989 gilt in den USA eine empfohlene Tagesmenge von 60 mg für einen erwachsenen Menschen. Rauchern, Schwangeren und stillenden Müttern wird eine höhere Dosierung (bis 100 mg täglich) empfohlen. Eine Tages­menge von 100 mg wird für Erwachsene auch in Deutsch­land empfohlen (Deutsche Gesellschaft für Ernährung). Die WHO (Weltgesundheitsorganisation) enpfiehlt 200 mg pro Tag. Vor dem Hintergrund obiger Untersuchungen erscheinen jedoch all diese Empfehlungen als zu gering.


 

Warum Vitamin C ?


Vitamin C - Hintergrundinformationen

Wissenschaftliche Studien bestätigen, dass der Mensch sich ca. 100.000 Generationen lang als Jäger und Sammler vorwiegend von Früchten,Beeren, Fisch und wenig Fleisch ernährt hat. Man vermutet, dass dadurch vor einigen Mil­lionen Jahren eine Mutation im Erbgut unserer Vorfahren stattfand. Durch diese Mutation ging ihre Fähigkeit verlo­ren, Vitamin C selbst herzustellen. Wozu auch, denn die Versorgung war ja gesichert und der Körper vollbringt keine nutzlosen Stoffwechselleistungen. Im Anschluss daran ernährten sich ca. 500 Generationen von der Produkten einer Landwirtschaft , nur 12 Generationen lebten bisher im industriellen Zeitalter, wobei Fast Food eine absolute Neuerung evolutionsbiologisch ist, auf die sich der Stoffwechsel nicht einstellen konnte. Seit dieser Mutation ist der Mensch in Bezug auf seinen Vitamin C Bedarf völlig von der Nah­rung abhängig und gerade der heutige Mensch erlebt eine Mangelversorgung an diesem Vitamin.


Interessant ist die Theorie, dass dieser Verlust von selbst hergestelltem Vitamin C daraufhin die Evolution des Menschen im Eiltempo hat ver­laufen lassen. Vitamin C ist ein wichtiges Antioxidans (d.h. die Zellmembran und den Zellkern beschützende Substanz). Sein Verlust muss zu einer starken Zunahme von freien Radikalen (sh.unten) geführt haben, die große Mengen von Mutationen im Erbgut (DNA) verursachten. Dadurch entstanden be­schleunigt viele Arten von Primaten, wovon einer sich zum Urahn des modernen Menschen entwickelte.

Während Eiszeiten und sonstiger Perioden des Nah­rungsmangels wurde der frühe Mensch sicherlich von Skorbut bedroht, eine durch Vitamin C Mangel verur­sachte Krankheit, bei der die Gefäßwände brüchig werden. Bei chronischem Vita­min C Mangel entstehen immer wieder neue Risse in den Gefäßwänden und infolge der daher pausenlos ablaufenden Reparaturvorgänge entstehen immer mehr Ablagerun­gen an der Innenseite der Gefäßwände (Arteriosklerose), die früher oder später zu ernsthaften Herz  und Gefäß­krankheiten führen. Heutzutage sind Herz  und Gefäß­krankheiten mit Abstand die häufigste Krankheits  und Todesursache in der westlichen Welt. Von vielen Wissenschaftlern sorgfältig durchge­führte Studien zeigen eindeutig, dass ein Hauptfaktor für das Auftreten von Herz  und Gefäßkrankheiten die Man­gelversorgung mit Vitamin C ist . (Weitere Risikofaktoren sind: zu fettes Essen, Rauchen, übermäßiger Alkoholgenuss und zu wenig körperliche Bewegung)


 


Was bewirkt Vitamin C im Körper ?

 

Vitamin C unterstützt das Abwehrsystem

  • Leukozyten (weiße Blutkörperchen) funktionieren erst dann gut, wenn sie hohe Konzentrationen an Vitamin C enthalten und sich „vollsaugen“ können mit Vitamin C. Vitamin C wird quasi zur "Munition" gegen Eindringliche umgebaut.

  • Erhöht die Antikörper-Produktion

  • Vitamin C macht freie Radikale und Abfallstoffe unschädlich, die in großen Mengen während des "Auffressens" und der Ab­tötung von Mikroorganismen gebildet werden.

  • Vitamin C stimuliert in der Thymusdrüse die Bildung von Abwehrzellen , die besonders bei Viruserkrankun­gen benötigt werden.

  • Vitamin C erhöht die Produktion von Interferon . Interferone haben krebshemmende Wirkung und normali­sieren eine übersteigerte oder auch ungenügende Im­munfunktion.

  • Die Nebenniere bildet Hormone wie z.B. Adrenalin, welche stark auf das Immunsystem wirken. Auch die Ne­benniere saugt das Vitamin C in sich auf für die Bil­dung dieser Immunsystems-Hormone.



Vitamin C wird zum Aufbau vieler Hormone im Gehirn benötigt

Vitamin C spielt eine regulierende Rolle im Gehirnstoff­wechsel und beeinflusst dadurch die Streßantwort des Körpers. Es konnte gezeigt werden, dass die Produktion von Botenstoffen im Gehirn gefördert wird und auch bei Depressionen wirkt. Die Hirnanhangdrüse (die übergeordnete steuernde Hormondrüse) enthält mit die höchste Konzentration an Vitamin C von allen Organen!

 

Vitamin C ist lebenswichtig für Bindegewebe, Herz und Blutgefäße


  • Vitamin C ist unentbehrlich für die Herstellung von Bindegewebefasern wie Kollagen, Elastin und anderen Bindegewebsmolekülen. Es ist notwendig für die Herstellung und die Instandhaltung von Gefäßwänden und Knorpel. 

  • Vitamin C Mangel führt unter anderem zu Beschädi­gungen und Rissen in den Wänden von Arteriolen, Arterien und Herzkranzgefäßen und zu zunehmenden arteriosklerotischen Veränderungen der Wände dieser Blutgefäße. Diese Veränderun­gen sind in der westlichen Weit sehr weit verbreitet. Jeder zweite Europäer stirbt heute an den Folgen von atherosklerotischen (= arteriosklerotischen) Ablage­rungen in den Herzkranzgefäßen (Herzinfarkt) oder den Hals  und Gehirnarterien (Schlaganfall), wobei dies keineswegs eine Krankheit erst des fortgeschrittenen Lebensalters ist. Bereits im Alter von 30 Jahren leidet jeder zweite junge Mensch an beginnender Arteriosklerose. In deren Frühstadium treten jedoch noch keine Beschwerden auf, so dass der frühzeitige Beginn der Herzerkrankung noch immer weitgehend unbekannt ist.

  • Vitamin C ist das wichtigste wasserlösliche Antioxi­dans im Körper, das unter anderem die Herzkranzge­fäße gegen Schädigung durch freie Radikale schützt . Auch dadurch beugt Vitamin C weiteren Gefäßwand­schäden vor.

  • Vitamin C fördert die Umwandlung von Cholesterin in Gallensäuren; auf diese Weise ist Vitamin C imstande, einen erhöhten Cholesteringehalt des Blutes zu senken . Andererseits kann Vitamin C den Spiegel des "guten" Cholesterins im Blut anheben. Beide Prozesse werden als günstig für Herz und Blutgefäße angesehen.

  • Vitamin C fördert außerdem die Auflösung arterioskle­rotischer Ablagerungen , die auf der Innenseite der Ge­fäßwände entstanden sind.



Vitamin C schützt vor "Freien Radikalen"


Freie Radikale sind aggressive und sehr reaktionsfreudige Substanzen, die durch

  • körpereigene Stoffwechselprozesse entstehen oder
  • im Organismus durch zugeführte chemische Substanzen (Rauch) bzw. Strahlen gebildet werden.

Der Organismus verfügt über unterschiedliche sogenannte "antioxidative" Schutzsysteme, die diese freien Radikale sofort wieder auffangen und vernichten. Unter bestimmten Bedingungen (Strahlenbelastung, Entzündungen) ist die Bildung freier Radikale so stark erhöht, dass die normalen Konzentrationen der körpereigenen Schutzsysteme nicht ausreichen. Dann können freie Radikale große Schäden anrichten. Sie schädigen z.B. Zellwände, das Erbgut und wichtige Eiweißverbindungen in der Zelle. Die Folge sind oft degenerative Veränderungen und beschleunigte Alterungsprozesse.

  • Vitamin C ist das stärkste wasserlösliche Antioxidans im Körper zum Schutz vor „Freien Radikalen“

  • Vitamin C ist in der Lage, verbrauchtes Vitamin E zu "recyclen" . Auf diese Weise unterstützt Vitamin C die Wirkung des Vitamins E, des stärksten fettlöslichen Antioxidans im Körper.



Vitamin C regt das Entgiftungssystem an und schützt vor Nitrosamine n


Vitamin C senkt die Schwermetallkonzentrationen von Blei, Quecksilber, Cadmium und Chrom. Vitamin C verhindert die Bildung von Nitrosaminen. Nitrosamine gehören zu den stärksten krebserregenden Substanzen überhaupt und werden aus Nitrat und Nitrit im Darm von Bakterien gebildet.



Vitamin C aktiviert biologische Prozesse


Vitamin C unterstützt eine Vielzahl anderer Enzyme im Körper, die bei biologischen Prozessen wie Entgiftung, Fettstoffwechsel usw. maßgeblich beteiligt sind.



Vitamin C unterstützt die Wirkung anderer Nahrungsstoffe


Vitamin C wirkt Aufnahme-fördernd auf die Vitamine A, E, B3, B5, B6 und auf die Mineralstoffe Calcium, Eisen, Ko­balt, Kupfer und Natrium. Vor allem beim Eisen ist Vitamin C besonders wirksam.



Probleme bei der Einnahme von Vitamin C über den Mund


  • geringe Aufnahmerate im Darm: ein großer Teil des eingenommenen Vitamin C wird gleich über den Darm wieder ausgeschieden

  • Verdauungsstörungen durch die Ascorbin-Säure im Darm: das basische Milieu des Dünndarms wird gestört und es kommt zu Gasbildung und Durchfall.

  • Auch neutrales (nicht saures) Vitamin C (=Calcium-ascorbat) reagiert mit der Magensäure. Zudem Ge­fahr einer hohen Calciumaufnahme.

  • Saures Vitamin C greift den Zahnschmelz an (Kautabletten !)


Diese Nachteile treten bei Infusionen nicht auf.




Zurück